lisa.lims auf dem Weg zur Barrierefreiheit – vom Zoll getestet

Wozu muss ein LIMS barrierefrei sein? – Ganz einfach, damit auch Menschen mit Behinderungen einen Job in dem Bereich ausüben können, in dem sie sich auskennen. Expertise hängt nicht an 100% Sehkraft. Warum soll es keinen Job mehr für mich in einem Labor geben, wenn ich plötzlich (z. B. durch einen Unfall) körperlich eingeschränkt bin?

Darüber hinaus stellt Barrierefreiheit einen Teilaspekt der Software-Ergonomie dar. Ergonomische Software ist intuitiver in der Handhabung und sorgt durch bessere Verständlichkeit für weniger Fehler in der täglichen Arbeit.

Bei der Umsetzung in lisa.lims haben wir uns an den Anforderungen der WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) und der europäischen Norm für digitale Barrierefreiheit EN 301549 (Titel “Accessibility requirements for ICT products and services”) orientiert. Die EN-Norm spezifiziert in ihren Kriterien die Bedeutung von Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit gemäß EU-Richtlinie 2016/2102 „über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen“.

Ohne IT geht nichts mehr, Digitalisierung wird flächendeckend gefordert, auch in Verwaltungen und Behörden. Auf der anderen Seite wird der Fachkräftemangel beklagt. Viel Arbeit, keine Leute.

Mit barrierefreier Software können viele Hürden beseitigt werden. Der Einsatz von Screen Readern, barriereverhindernden Farb- und Kontrasteinstellungen oder auch spezifischen Zoom-Funktionen unterstreicht dies.

Nachdem wir die erste Stufe zur Barrierefreiheit in lisa.lims realisiert haben, war am 05.02.2026 einer unserer Kunden bei uns in Bochum, um ausführliche Praxis-Tests durchzuführen und uns damit ein wertvolles Feedback zu geben.

Wir konnten dafür einen Spezialisten für die Umsetzung von Barrierefreiheit in Softwaresystemen aus einer Schwerbehindertenvertretung der Generalzolldirektion (GZD) gewinnen.

Die Ergebnisse waren überzeugend. Es war auch für uns spannend zu sehen, wie lisa.lims genau funktioniert, wenn ein Mensch mit einer starken Sehbeeinträchtigung die Bedienung übernimmt. Natürlich gab es dabei auch Hinweise auf Verbesserungspotenziale. Diese schaut sich unser verantwortliches Team um Dirk Dürrleder, Christian Kneip und Dennis Meyer in den nächsten Wochen an und wird lisa.lims noch besser machen.

Vertreter des ITZBund, die lisa.lims für den Kunden GZD einsetzen, freuen sich über die Ergebnisse des Vor-Ort-Tests.